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Armenische Väter - Reden des (Katholikos) Johannes Mandakuni
Brief über die Buße.

7.

All diese Nachlässigkeiten sind zurückzuführen auf die schlimmen Einflüsse Satans, der uns zeitlebens nachstellt und die Schlinge des Todes bereitet. Denn der Teufel schadet nicht allein durch böse Dinge, sondern auch dadurch, daß er die guten Bräuche in schlechte verkehrt; die rechtschaffenen Künste (Betätigungen), die er bei den Menschen sieht, benützt er zu Schlingen des Todes. Du schlägst etwas für gering an und tust darum keine Buße dafür; er aber bringt dich damit ins Verderben. Er richtet (nämlich) den zugrunde, der aus Heuchelei fastet und seine Abtötung zur Schau stellt; ferner den, der beim Gebet unehrerbietig [S. 64] vor Gott tritt und seine Gedanken umherschweifen läßt, den Barmherzigen, der die Kranken nicht besucht. Er stürzt durch Lehre die Lehrer ins Verderben, die heuchlerisch unterrichten, die nicht mit großer Furcht den Willen Gottes lehren. Zugrunde richtet Satan den Psalmensänger, wenn er sich nicht hütet vor dem schlimmen Laster des Hochmuts, sondern, um gesehen zu werden und von den Zuhörern Lob zu ernten, singt, anstatt Gottes Wort und sein Lob zu verkünden und ihn nicht wie Lobpreisende zu verherrlichen. Zugrunde richtet Satan die, welche die Offenbarungen Gottes, sein Wort und seine Lehre gehört haben, weil sie jene mit Trägheit und Geringschätzung vernehmen. Zugrunde richtet Satan die Arbeit derer, die darüber ungehalten sind, ferner jene, die sich den Faulen gegenüber hoch erheben, indem sie lang und breit von ihrer Dienstleistung erzählen, und allen es zu wissen tun möchten, wie sie unablässig sich abgemüht. Ein solcher Mensch findet aber keine Ruhe wie die Mühseligen, sondern wie die Murrenden und Verworfenen wird er angeklagt. Der Teufel richtet die Reichen zugrunde, die sich nur abmühen, um zusammenzuraffen, nicht aber, um den Armen auszuteilen; sie werden sich durch ihre Güter nicht zu retten vermögen, sondern sie werden als Hartherzige und Geizige verurteilt werden. Zugrunde richtet der Teufel auch die Armen, die jammern und klagen, anstatt Gott zu danken, der sie mit den ewigen Gütern bereichern möchte. Ins Verderben stürzt die Kunstgeübten der Satan auch, wenn sie sich über Gebühr für ihre Arbeit belohnen lassen, oder wenn sie aus Neid und Eifersucht das Talent der Kunst jenen vorenthalten, die sich darum bemühen. Sie werden als solche verurteilt, die das Talent vergraben haben. Ins Verderben stürzt Satan die, welche harte Herrschaft üben und grausamen Herzens das Volk in Schrecken setzen oder eines schönen Gesichtes oder Geschenkes wegen den Gerechten um sein Recht bringen. Er richtet auch die zugrunde, welche der Herrschaft unterstehen, wenn sie nicht wie Diener Gott gehorchen und seine Gebote nicht in Furcht erfüllen. Er richtet die Steuereinnehmer zugrunde, wenn sie mehr fordern als der [S. 65] König befahl, und wenn sie die Bedrängten quälen .....1 und entfachen das Feuer der Hölle.

1: Im Original ist eine Zeile unleserlich; auch in anderen Codices findet sie sich nicht.

 

 

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Einleitung zu den Reden des heiligen Johannes Mandakuni
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger