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Armenische Väter - Homilie über die Auferweckung des Lazarus

8.

[Forts. v. [S. 14] ] Siehe da wieder, nebeneinander Antworten, welche man nicht zugleich verstehen und begreifen konnte. Das Wort „Tod“ und „Freude“ hallten zusammen in ihre Ohren, und sie vermochten nicht einmal in Erstaunen zu geraten, wegen der mißverständlichen Worte. Auch die Furcht des Thomas unterrichtet uns so von ihrer ungebildeten Unwissenheit. Er sagt: „Kommet, wir wollen hingehen;“ und Thomas spricht: „Wohlan, kommet und lasset uns gehen, mit ihm zu sterben.“ Er geht die Toten aufzuwecken und zu beleben, diese, die da lebten, rüsten sich auf den Tod. Wie viele Fragen enthält diese Stelle? Es ist leichter, daß ein Landmann das unbebaute Land zur Bebauung bringt, als daß Gelehrte den Unwissenden zur Kenntnis und Verständnis bringen. Es braucht eine kurze Zeit der Arbeit am unbebauten Boden, und man sieht an ihm viele Früchte. Den Menschen aber, welcher in Unwissenheit verblendet ist, an dem kann nur Gottes Macht allein sein Werk vollführen. In dem Maße, in welchem der Unglaube von beiden Seiten erstarkte, war Freude auf allen Seiten über das doppelte Unglück. Jedoch, da der menschgewordene Gott Mittler ist zwischen Gott und Menschen, so ließ er sichs nicht verdrießen und scheute nicht davor zurück, den ganzen Unglauben zuschanden zu machen, und gemäß seiner väterlichen Gewalt wirkte er mit Macht.

 

 

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Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis
Einleitung zu Mambre Verzanogh, Homilie über die Auferweckung des Lazarus

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger