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Armenische Väter - Homilie über die Auferweckung des Lazarus

5.

„Jetzt“, sagen sie, „drohten die Juden, dich zu töten, und du gehst wieder dorthin?“ Getötet werden und sterben ist das gleiche. Das verstorbene zwölfjährige Töchterlein des Priesters weckte er von den Toten auf, ebenso richtete er den einzigen Sohn einer Mutter aus der Stadt Naim von der Bahre auf. Wer einen Toten wiederbeleben kann, der kann auch viele, und wenn er von anderen den Tod vertrieb, dann (kann er es) noch viel mehr von euch. Was seid ihr so sehr von Schrecken erfaßt und ängstigt euch? Wahrlich, wann immer es auch sein wird, ihr werdet euern Leib verlassen müssen. Habt ihr denn nicht immer euch mit diesem Wort befaßt: „Fürchtet euch nicht vor denjenigen, welche den Leib töten, die Seele aber nicht töten können“, sondern den, der zumal die Macht hat, Leib und Seele miteinander vom Tode zu befreien. Und auf dem Berge Tabor habt ihr vom Vater jenes Wort vernommen: „Das ist mein geliebter Sohn, ihn höret!“ Statt auf ihn zu hören, wollt ihr selbst ihm Befehle geben. Es ist offenbar, daß der Gedanke von der Auferstehung des Lazarus zu hoch ist für euch. Ihr glaubtet nicht: „Gehe nicht nach Judäa, denn sie wollen dich töten.“ Wegen der Schwachheit ihres Geistes ließ er sie hin und her schwanken über den Sinn des Wortes. Bald sagte er: „Diese Krankheit ist nicht zum [S. 13] Tode,“ dann sagte er: „(Sie ist) zur Ehre Gottes, damit in ihr der Sohn Gottes verherrlicht werde.“ Die Krankheit war unfehlbar zum Tode, und die Ehre floß aus dem Tode im Angesicht des ganzen ungläubigen Volkes überall, am ehesten als er mit seinem Wort sie zu Jüngern machte, bevor er im Tode das Los der Bestattung im Grabe erntete.

 

 

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Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis
Einleitung zu Mambre Verzanogh, Homilie über die Auferweckung des Lazarus

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger