Armenische Väter - Homilie über die Auferweckung des Lazarus
22. Es gibt eine Zeit zu säen und eine Zeit zu ernten. Noch immer werden die Saatkörner ausgestreut, die Keime sprossen, Früchte häufen sich an. Neue Dinge treten ein. Der Vater kommt zur Versöhnung, der Sohn als Fürbitter, der Geist als Fürsprecher. Wann die (reife, fruchterfüllte) Welt vollendet sein wird ohne unser Rufen, dann steigt der Herr der Geschöpfe selbst in ursprünglicher väterlicher Herrlichkeit, in der Kraft des schöpferischen Geistes, mit den Heerscharen der Engel unter dem Schall nicht von Händen gemachter Posaunen vom Himmel zur Erde nieder; die Throne stürzen, die Tribunale werden gerichtet, die Bücher aufgeschlagen, lebendige Stimmen ertönen, die Himmel rollen zusammen, die Sterne fallen herab, die Erde wird erschüttert, die Felsen zersplittern, die Gräber gehen auf und die Toten erstehen, dann sieht man den auferstandenen Lazarus mit uns. Oben und unten in Übereinstimmung vermengt sich und trennt sich. Die gleichen Glaubens sind, werden festgestellt, die Reihen der Gerechten werden emporgehoben, um vor dem Herrn zu stehen, über den süßen Luftgefilden der Unsterblichen, mit leichten und seligen Tritten. Im unendlichen Leben vereinigen sich die Menschen mit den Chören der Engel. Möge es uns allen beschieden sein, zu ihnen zu gelangen durch die Gnade und Menschenfreundlichkeit unseres Herrn und Erlösers, Jesus Christus, dem Ehre sei in Ewigkeit! Amen.
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