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Armenische Väter - Homilie über die Auferweckung des Lazarus

21.

Wir wissen, daß ihr jetzt fragen wollt, wozu er Lazarus mit Namen gerufen habe. Das ist eine würdige Frage und sie soll nicht übergangen werden. Es kann das sein in Hinsicht auf das bestimmte Wesen, es kann sein zum Ausdruck der Macht. Und unser Herr berücksichtigte notwendig beides. Dem Wesen nach werden viele Tote in den Gräbern in der Welt gehalten. Nur einer war heraus zu rufen nötig. Hätte er ohne Beifügung des Namens gerufen, wie hätte man gewußt, welcher Tote herauskam? Deswegen redete er mit Namen: „Lazarus, komm heraus“. Wenn nun auch noch ein anderer Name Lazarus dort vorhanden gewesen wäre, so war sein Wille auf den einen gerichtet, der Marias und Marthas Bruder war, den ich liebe, für den sie mich gebeten und gerufen [S. 27] haben. Für jetzt komm! Du allein, denn in dir geschieht für alle die Darstellung der Auferstehung. Zum Ausdruck der Macht hinwieder „führen die Wasser Kriechtiere, Fische mit lebender Seele, gemäß der Art und Gleichheit.“ Das Wort hat sie fruchtbar gemacht und ohne Vermischung wurden die Wasser lebenbringend. Die Größe ihrer Zahl kann von den Menschen gar nicht gekannt werden. Dieselbe Stimme war nun auch am Grabe. Wenn er nicht mit Namen gerufen hätte, dann würde die Kraft der Stimme alle Gräber ausgegraben haben.

 

 

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Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis
Einleitung zu Mambre Verzanogh, Homilie über die Auferweckung des Lazarus

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger