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Armenische Väter - Homilie über die Auferweckung des Lazarus

2.

Nach dieser Weise begann unser Herr mit dem Wein aus Wasser, und hernach führte er alle Krankheit der Glieder der Heilung entgegen, bald an den Füßen, bald an den Händen, bald an den Ohren und allen übrigen. Die Teufel auch trieb er dabei vom Menschen aus. Als dann die Zeit seiner Vollendung nahte, da wirkte er auch die Vollendung der Wunderzeichen, die Auferweckung des Lazarus. Das Evangelium Johannes beschreibt so nach dieser Wundertat gar nichts weiter mehr von Wundern, sondern tritt nun ein in die Erzählung von seinen Leiden. Wolltest du auf die Salbung der Füße hinweisen seitens der Maria, so hat er dort die Nachlassung der Sünde bewirkt, nicht aber die Krankheit der Glieder geheilt, ähnlich werden der Bemerkung über das Eselsfüllen, die Heiligung der Heiden, und das Rufen der Kinder, das Zeugnis der Prophetenstimmen, und so viele andere große [S. 10] Dinge seit der Auferstehung des Lazarus bis zum Kreuzesleiden und bis zur herrlichen Auferstehung unseres Herrn, z. B., daß er viele aus dem Tode mit sich herausführte und vielen Menschen zeigte, und so Kunde gab von der allgemeinen Auferstehung, als Werk angeführt, aber nach Johannes nicht in die Zahl der ersten Wunder eingereiht. Denn mit dem Lazarus setzte er seiner Wunderwirksamkeit ein Ziel, wie (der Künstler) das Haupt (setzt) über dem (Bild des) Lebenden, wie das Bild (des Königs) unter den Menschen königliche Ehre erhält in Einheit mit dem Lebenden. Er war ohne Grenzen und begrenzte sich, in zählbaren Jahren kam er zur Vollendung, und in besonderer Wundertätigkeit setzte er sich die Grenze bei der Auferweckung des Freundes; und dann erhob er zur Unendlichkeit, und mit Hoffnung auf das Nachher, die ganze Welt.

 

 

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Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis
Einleitung zu Mambre Verzanogh, Homilie über die Auferweckung des Lazarus

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger