Hilarius von Poitiers († 367) - Abhandlungen über die Psalmen. Ps. 142Der CXLII. Psalm.
Der CXLII. Psalm. (Ein Psalm) Davids selbst, als ihn Abessalon verfolgte. „Herr, erhöre mein Gebet, fasse mit den Ohren mein Flehen; nach deiner Wahrheit erhöre mich, nach deiner Gerechtigkeit. Und gehe nicht in das Gericht mit deinem Knechte; denn vor deinem Angesichte wird kein Lebender gerechtfertiget werden. Denn verfolgt hat der Feind meine Seele, erniedriget auf der Erde mein Leben, mich versetzt in das Finstere, wie die Todten der Welt. Und geängstiget ist in mir mein Geist; in mir ist beunruhiget mein Herz. Eingedenk war ich der alten Tage, und nachgedacht habe ich über alle deine Werke; über die Werke deiner Hände werde ich nachdenken. Ich habe ausgestreckt meine Hände zu dir; meine Seele (dürstet) wie Land ohne Wasser nach dir.“ — Ein Diapsalma. — „Geschwind erhöre mich, o Herr, es ist ermattet mein Geist. Wende nicht weg dein Angesicht von mir; sonst werde ich denen gleichen, die hinabfahren in die Grube. Lasse mich am Morgen deine Barmherzigkeit hören, weil ich auf dich gehofft habe, o Herr. Mache mir bekannt den Weg, auf welchem ich wandeln soll, weil ich zu dir erhoben habe meine Seele. Errette mich von meinen Feinden, o Herr, zu dir bin ich geflohen; lehre mich deinen Willen thun, weil du mein Gott bist. Dein guter Geist führe mich in das rechte Land um deines Namens willen, o Herr. Du wirst mich beleben nach deiner Gerechtigkeit. Du wirst führen aus der Trübsal meine Seele, und nach deiner Barmherzigkeit zerstreuen meine Feinde. Und du wirst alle vertilgen, welche meine Seele quälen; weil ich dein Knecht bin.“ [S. 125]
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