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Apostolische Väter - Der Hirte des Hermas
III. Gleichnisse
Sechstes Gleichnis.

5. Kap. Nochmals Dauer von Lust und Strafe. Es gibt schädliche und nützliche Lüste.

1. „Noch immer bin ich, Herr, nicht recht im klaren wegen der Dauer der Täuschung, der Üppigkeit und der Strafe; erkläre mir das noch deutlicher.“ 2. Er antwortete mir: „Deine Torheit hält lange an, und du willst dein Herz nicht reinigen und Gott nicht dienen. Sieh zu, dass die Zeit nicht abläuft und du noch als Tor erfunden wirst. Merke also auf, damit du es verstehst, wie du es willst. 3. Wer einen Tag in Schwelgerei und Täuschung verlebt und tut, was er will, in dem ist viel Unverstand, und er bedenkt nicht, was er tut; denn am anderen Tag weiß er nicht mehr, was er tags zuvor getan; denn Trug und Täuschung haben keine Erinnerung wegen der Torheit, in der er lebt; wenn aber Strafe und Züchtigung nur einen Tag dem Menschen anhaften, ist er ein ganzes Jahr gestraft und gezüchtigt; denn Strafe und Züchtigung hinterlassen ein langes Andenken. 4. Wer nun ein ganzes Jahr lang gezüchtigt und gestraft wird, der erinnert sich dann an sein Wohlleben und an den Trug und sieht ein, dass er ihretwegen das Schlimme erdulden muss. Daher werden alle Menschen, die sich dem Wohlleben und Trug überlassen, so bestraft, weil sie im Besitze des Lebens sich dem Tode überliefert haben.“ 5. „Welche Arten von Lüsten sind schädlich, Herr?“ „Was immer ein Mensch mit Genuss tut, das bedeutet für ihn eine Lust; so zum Beispiel ist es eine Lust für den Jähzornigen, wenn seine Leidenschaft befriedigt [S. 245] wird; ebenso ist es, wenn der Ehebrecher, der Trunkenbold, der Verleumder, der Lügner, der Habsüchtige, der Betrüger und ähnliche Leute ein jeder seine Leidenschaft befriedigt: in ihrem Tun liegt Lust. 6. Alle diese Lüste sind nachteilig für die Diener Gottes. Wegen dieser Genüsse müssen sie leiden, wenn über sie Züchtigung und Strafe kommt. 7. Es gibt aber auch Lüste, die den Menschen zur Rettung dienen; viele empfinden Lust, wenn sie Gutes tun, weil ihr eigenes Vergnügen sie dazu antreibt. Diese Art von Lust ist den Dienern Gottes zuträglich und verschafft einem solchen Menschen das Leben; aber die schädlichen Arten der Lüste, von denen oben die Rede war, verschaffen ihnen Züchtigung und Strafe; wenn sie darin verharren und nicht Buße tun, ziehen sie sich den Tod zu.“

 

 

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Inhaltsverzeichnis
Einleitung zum Hirte des Hermas
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger