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Apostolische Väter - Der Hirte des Hermas
III. Gleichnisse
Sechstes Gleichnis.

3. Kap. Der Engel der Strafe übergibt seine Zöglinge dem Engel der Buße.

1. Als ich sie nun so geschlagen und leiden sah, tat es mir leid um sie, weil sie so gequält wurden und gar keine Ruhe hatten. 2. Da redete ich den Hirten, der mit mir sprach, also an. „Herr, was ist das für ein hartherziger und gestrenger Hirte, dass er gar kein Mitleid mit seinen Schafen hat?“ „Das ist der Engel der Strafe; er gehört zu den guten Engeln und ist gesetzt über die Strafe. 3. Er nimmt die auf, die von Gott abgeirrt sind und in den Torheiten und Lüsten dieser Welt gewandelt sind, und bestraft sie, wie sie es verdienen, mit harten und verschiedenartigen Strafen.“ 4. „Ich möchte gerne [S. 243] wissen, Herr, welcher Art diese verschiedenen Strafen sind.“ „So vernimm denn die verschiedenen Züchtigungen und Strafen. Die Züchtigungen kommen im Leben; sie bestehen für die einen in Strafen, für andere in Verlusten, für andere in allerlei Krankheiten oder für andere in gänzlicher Unbeständigkeit, einige werden auch von unwürdigen Leuten beschimpft und haben sonst bei ihren verschiedenen Unternehmungen zu leiden; 5. viele nämlich sind unbeständig in ihren Entschlüssen, sie fangen vieles an, aber nichts bei ihnen will recht vorwärts gehen. Diese sagen dann, dass sie kein Glück haben in ihren Unternehmungen; aber dass sie Böses getan haben, daran denken sie nicht in ihrem Herzen, vielmehr beschuldigen sie den Herrn. 6. Wenn sie dann jegliche Mühsal erduldet haben, dann werden sie mir übergeben zu einer milden Erziehung, sie erstarken im Glauben an den Herrn und dienen dem Herrn die übrigen Tage ihres Lebens mit reinem Herzen; wenn sie sich dann bekehrt haben, regt sich in ihrem Herzen das Bewusstsein ihrer früheren Sünden, und dann loben sie Gott und sagen, er sei ein gerechter Richter und jeder habe entsprechend seinem Tun die richtige Strafe bekommen: fernerhin dienen sie dem Herrn mit reinem Herzen, und alle ihre Unternehmungen haben einen guten Fortgang, da sie vom Herrn alles erlangen, um was sie bitten1; dann preisen sie Gott dafür, dass sie mir übergeben worden sind; etwas Schlimmes haben sie nicht mehr zu erdulden.“

1: Mt 21:22; 1 Joh 3:22.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger