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Apostolische Väter - Der Hirte des Hermas
III. Gleichnisse
Sechstes Gleichnis.

2. Kap. Dieser Hirte ist der Engel des Genusses und der Verführung. Das Gesicht von dem strengen Hirten.

1. Und er sprach zu mir: „Siehst du diesen Hirten?“ „Ja, Herr.“ „Das ist“, fuhr er fort, „der Engel der Üppigkeit und des Trugs. Dieser verdirbt die Seelen der Diener Gottes und macht sie abtrünnig von der Wahrheit, indem er sie betört durch die schlechten Begierden, in denen sie umkommen. 2. Sie vergessen nämlich die Gebote des lebendigen Gottes, wandeln in eitel Trug und Üppigkeit und werden so von diesem Engel ins Verderben geführt, die einen zum Tode, die anderen in die Irre.“ 3. Ich sprach zu ihm: „Herr, ich weiß nicht, was das bedeutet: zum Tode und in die Irre.“ „Höre! Die Schafe, die du freudig umherspringen sahest, das sind die Leute, die sich für immer von Gott losgesagt und den Lüsten dieser Welt übergeben haben. Bei diesen gibt es keine Umkehr zum Leben, weil sie in ihren [S. 242] Sünden weiterlebten und den Namen Gottes lästerten. Für diese kommt der Tod. 4. Die Schafe aber, die du nicht umherspringen, sondern am gleichen Orte weiden sahest, das sind solche, die sich zwar den Lüsten und Torheiten übergeben, aber den Herrn nicht gelästert haben. Diese sind zwar von der Wahrheit abgeirrt; aber in ihnen lebt noch Aussicht auf Buße, durch die sie das Leben erlangen können. Im Irrtum ist also die Hoffnung auf eine Wiederbelebung, im Tod aber ewige Vernichtung.“ 5. Wir gingen wieder ein Stück weiter; da zeigte er mir einen großen Hirten, dessen Aussehen etwas Rauhes hatte, angetan mit einem weißen Ziegenfell; um die Schultern hatte er eine Tasche, in den Händen einen ganz rauhen Stock mit vielen Knorren und eine große Geißel; sein Blick war sehr streng, so dass ich mich vor ihm fürchtete; so schaute er drein. 6. Dieser Hirte nun nahm von dem jüngeren die Schafe, die lustig und munter waren, aber nicht umhersprangen und führte sie an einen steilen mit Dornen und Disteln bewachsenen Ort, so dass die Schafe wegen der Dornen und Disteln sich nicht frei machen konnten, sondern sich in die Dornen und Disteln verwickelten. 7. Diese weideten also in Dornen und Disteln verstrickt und mussten sehr viel ausstehen, weil sie von ihm geschlagen wurden; er trieb sie bald dahin, bald dorthin und gab ihnen keine Ruhe, so dass diese Schafe an keinem Orte sich niederlegen konnten.

 

 

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Inhaltsverzeichnis
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger