Hilarius von Poitiers († 367) - Abhandlungen über die Psalmen. Ps. 52Der LII. Psalm
Der LII. Psalm. Zum Ende, für Maeleth., eine Unterweisung für den David. „Es spricht der Thor in seinem Herzen: Es ist kein Gott!“ Verderbt sind sie und abscheulich sind sie geworden durch ihre Sünden; keiner ist, der Gutes thut, auch nicht Einer. Gott schaut von dem Himmel auf die Menschen-Kinder, um zu sehen, ob Jemand verständig sey, oder nach Gott frage. Alle sind abgewichen, sämmtlich [S. 98] sind sie untüchtig geworden; keiner ist, der Gutes thut, auch nicht Einer. Sollten nicht alle zur Erkenntniß kommen, welche Unrecht thun, welche mein Volk wie die Speise des Brodes aufzehren? Gott haben sie nicht angerufen; sie haben sich da gefürchtet, wo keine Furcht war. Denn Gott zerstreut die Gebeine derjenigen, welche den Menschen gefallen; sie werden beschämt, weil Gott sie verschmäht hat. Wer wird Israel das Heil aus Sion geben? Wenn Gott abwendet die Gefangenschaft seines Volkes, wird Jakob frohlocken, und Israel sich freuen.“
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