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Hilarius von Poitiers († 367) - Der Brief an seine Tochter.

7.

Erfülle nun, o Tochter, meinen innigsten Wunsch, lies immer diesen meinen Brief, und bewahre dich für dieses Kleid und diese Perle auf. Und schreibe mir du selbst, ohne Jemanden zu fragen, wie du immer kannst, die Antwort, ob du dich für dieses Kleid und diese Perle aufbewahrest, damit ich weiß, was ich jenem Jünglinge antworten soll, und auf daß ich, wenn du dieselben begehrest, wenn du sie erwartest, mit Freude auf die Rückkehr zu dir denken kann. Wenn du mir aber geantwortet hast, dann werde ich dir bekannt machen, wer dieser Jüngling ist, und wie er ist, und was er will, und was er verheißt, und was er vermag. Indeß überschicke ich dir einen Morgen-und Abend-Gesang,1 damit du meiner allzeit gedenkest. Solltest du aber deines jugendlichen Alters wegen den Hymnus und den Brief nicht ganz verstehen, so frage deine Mutter, welche wünscht, daß sie dich durch ihre Sitten für Gott geboren haben möchte. Gott, welcher dich erschaffen hat, möge dich auch, geliebteste Tochter, in Ewigkeit beschützen!

1: Der Abendgesang ist nicht auf uns gekommen; den Morgengesang glaubt man in dem Hymnus Lucis largitor splendite zu finden, welcher unten in demselben Metrum übersetzt folgt.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger