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Hilarius von Poitiers († 367) - Der Brief an seine Tochter.

3.

Hierauf sagte er zu mir, denn der Jüngling ist gut, und Niemand ist besser, als er, folgendes: Kennest du dieses Kleid und diese Perle, um die du mich mit Thränen bittest, daß ich dieselben deiner Tochter verleihen möchte? Und ich antwortete ihm: Herr! Ich habe durch das Sagen-Hören Kunde von ihnen erhalten und mit Zuversicht geglaubt; und ich weiß, daß sie sehr gut sind, und es das wahre Heil ist, dieses Kleid zu tragen, und mit dieser Perle sich zu schmücken. Und sogleich gab er seinen Dienern den Befehl, mir dieses Kleid und diese Perle zu zeigen, und augenblicklich geschah es. Ich sah zuerst das Kleid; ich sah, o Tochter, ich sah, was ich nicht auszusprechen vermag. War nicht [S. 217] Seiden-Zeug gegen die Feinheit desselben grobes Tuch? War nicht der Schnee im Vergleiche mit der Weiße desselben schwarz? Wurde nicht das Gold neben dem Glanze desselben bleifarbig? Denn es ist vielfarbig und gar nichts kann mit ihm verglichen und ihm gleichgestellt werden. Hierauf sah ich die Perle; sobald ich sie erblickte, fiel ich nieder. Meine Augen konnten nämlich ihre so herrliche Farbe nicht ertragen. Denn weder die Schönheit des Himmels, noch die des Lichtes, noch die des Meeres, noch die der Erde konnte mit ihrer Schönheit verglichen werden.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger