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Hilarius von Poitiers († 367) - Kommentar zum Evangelium des Matthäus

Siebenzehntes Hauptstück

1.

Inhalt.

Da er auf dem Berge mit Moses und Elias gesehen, und eine Stimme vom Himmel gehört wird; da er den mondsüchtigen Knaben heilt; von dem Glauben der Gläubigen, von den geforderten zwei Drachmen, und dem Stater in dem Munde des Fisches.

„Wahrlich,1 wahrlich, ich sage euch: Es gibt Einige unter denen, welche hier stehen, die den Tod nicht kosten werden, bis sie den Menschen-Sohn in seinem Reiche kommen sehen.“ Der Herr lehrt sowohl durch Thaten, als auch durch Worte; und Wort und That unterweisen auf gleiche Art die Zuversicht unserer Hoffnung. Denn eine schwere Bürde hatte er der menschlichen Schwachheit dadurch aufgelegt, daß, da die Menschen den Genuß des Lebens aus der Liebe zum Leben zu schöpfen anfingen, sie den Genuß desselben, welcher den Leibern eindringlich schmeichelte, verlieren, und sich selbst verläugnen sollten, das ist, daß sie das, was sie zu seyn begonnen hatten, nicht sollten seyn wollen; da sie doch den Anfang dieses Genusses mit der Neigung des Willens dazu gemacht hatten; und daß sie ferner nach der Voraussetzung einer zweifelhaften und ungewissen Hoffnung sich richten sollten; da doch das, was sie in der Gegenwart hatten, die Reize einer anlockenden Freude darbot. Es war daher die Bestätigung durch ein wahres und offenbares Beispiel nöthig, damit gegen die Macht des Urtheiles der Sinne der Verlurst des Gegen- [S. 207] wärtigen wünschungswerth wurde, da der Gewinn des Künftigen nicht mehr ungewiß war. Nachdem er nun die Ermahnung ausgesprochen hatte, man sollte das Kreuz auf sich nehmen, das Leben verlieren, und für den Verlurst der Welt das ewige Leben eintauschen, wandte, er sich zu den Jüngern, und sprach, daß Einige aus diesen seyn werden, welche den Tod nicht kosten würden, bis sie den Menschen-Sohn in der Herrlichkeit seines Reiches sähen. Durch die Beschaffenheit des Kostens aber deutete er für die Gläubigen nur ein geringes Fühlen des Todes an. Auf die Worte folgt nun die Verwirklichung.

1: Matth. XVI, 28.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger