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Hilarius von Poitiers († 367) - Über die Synoden oder über den Glauben der Orientalen.

Sechzigstes Hauptstück.

Die Behauptung, daß der Sohn ungeboren ist, verstößt im höchsten Grade gegen die Religion. Denn so würde nicht mehr Ein Gott seyn, weil die Natur des Einen ungebornen Gottes erheischt, daß Ein Gott gelehrt werde. Da also Ein Gott ist, so kann es nicht zwei Ungeborne geben; da deßwegen Ein Gott ist, obschon sowohl der Vater Gott ist, als auch, der Sohn Gottes Gott ist, weil die einzige Nichtgeburt nur Einem eigen ist. Der Sohn aber ist deßwegen Gott, weil er durch die Geburt aus der ungebornen Wesenheit sein Daseyn hat. Der heilige Glaube verwirft also die Lehre von einem ungebornen Sohne, um in dem Einen ungebornen Gott Einen Gott zu verkündigen, um die eingeborne aus der ungebornen Wesenheit gezeugte Natur in dem Einen Namen des ungebornen Gottes mit zu begreifen. Denn die Quelle aller Dinge ist der Sohn; die Quelle des Sohnes aber ist Gott. Und auf Einen Gott wird Alles in dieser Abstufung und durch diese Lehre bezogen; indem alle Dinge von demjenigen ihren Ursprung empfangen, welcher seinen Ursprung von ihm1 selbst hat.

XXVII. „Und indem wir abermals die Ansicht des Christenthumes bekräftigen, sagen wir: „Wenn Jemand behauptet, Christus, Gott, sey als Gottes Sohn nicht vor den Zeiten gewesen, und habe dem Vater bei der Vollendung aller Dinge nicht Dienste geleistet, sondern er sey erst Christus und Sohn genannt worden, seitdem er aus [S. 12] Maria geboren ward, und habe erst seit dieser Zeit angefangen Gott zu seyn; so sey er verflucht.“

1: d. i. von Gott dem Vater.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger