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Hilarius von Poitiers († 367) - Über die Synoden oder über den Glauben der Orientalen.

Neunundzwanzigstes Hauptstück.

„Wir glauben zu Folge der Ueberlieferung des Evangeliums und der Apostel an Einen Gott Vater, allmächtigen Schöpfer aller Dinge, welche sind, und Bildner und Vorsorger, von welchem Alles ist; und an Einen Herrn, Jesum Christum, seinen eingebornen Gott Sohn, durch welchen alle Dinge sind, welcher1 gezeugt ist aus dem [S. 375] Vater, Gott von Gott, ganz aus dem Ganzen,, Einer aus Einem, vollkommen von dem Vollkommenen, König von dem Könige, Herr von dem Herrn,2 an das Wort, die Weisheit, das Leben, das wahre Licht, den wahren Weg, die Auferstehung, den Hirten, die Thüre, an den Unwandelbaren und Unveränderlichen, an das unveränderliche Ebenbild der Gottheit und Wesenheit und Macht und3 Herrlichkeit, an den Erstgebornen der ganzen Schöpfung, welcher immer gewesen ist im Anfange bei Gott, Gott das Wort, wie gesagt ist im Evangelium:4 „Und Gott war das Wort;“ durch welchen Alles gemacht ist, und in welchem Alles besteht; welcher in den letzten Tagen herabgestiegen ist von Oben, und geboren ward aus der Jungfrau zu Folge der Schrift, und Lamm5 geworden ist, als Mittler zwischen Gott und den Menschen6 vorherbestimmt für unsern Glauben, und Führer zum Leben. Er sprach nämlich:7 „Denn ich bin nicht von dem Himmel herangekommen, um meinen Willen zu thun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.“ Welcher gelitten hat, und auferstanden ist für uns am dritten Tage, und aufgefahren zu den Himmeln, und sitzet zur Rechten des Vaters, und wieder kommen wird mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Todten. Und an den heiligen Geist, welcher zum Troste und zur Heiligung und Vollendung den Gläubigen gegeben ward, wie auch der Herr Jesus Christus die Jünger beauftragt hat, indem er [S. 376] sprach:8 „Gehet hin, und lehret alle Völker, und taufet sie im Namen des Vaters, und des Sohnes, und des heiligen Geistes;“ offenbar gewiß des Vaters, welcher wahrhaft Vater, und gewiß des Sohnes, welcher wahrhaft Sohn, und des heiligen Geistes, welcher wahrhaft heiliger Geist ist; indem diese Namen nicht ohne Absicht und ohne Bedeutung gesetzt sind, sondern genau die eigenthümliche Persönlichkeit, die Reihenfolge und die Herrlichkeit eines Jeden der Genannten bezeichnen, so daß sie zwar der persönlichen Eigenschaft nach drei, in der Uebereinstimmung aber Eins sind.“

1: Hier setzen die griechischen Exemplare hinzu: „Πρὸ τῶν Αἰώνων“.
2: In den griechischen Exemplaren lesen wir: Λόγον ζῶντα, σοφίαν ζῶσαν; und gleich darauf bei Athanasius: Ὁδόν, ἀληθείαν und bei Sokrates: Ὁδὸν ἀληθείας statt „wahren Weg“ (viam veram).
3: Im Griechischen heißt es hier: „δυνάμεως καὶ βουλῆς καὶ δόξης καὶ τοῦ πατρός“.
4: Johann. I, 1.
5: Nach dem Griechischen heißt es: Mensch geworden ist.
6: Nach dem Griechischen ist zu lesen: „Apostel unsers Glaubens,“ anstatt „vorherbestimmt für unsern Glauben.“
7: Joh. VI, 38.
8: Matth. XXVIII, 19.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger