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Apostolische Väter - Der Hirte des Hermas
III. Gleichnisse
Fünftes Gleichnis.

4. Kap. Der Herr gibt seinen treuen Dienern die Gnade, die Gleichnisse zu verstehen.

1. Ich bat ihn dringend, er möge mir das Gleichnis erklären von dem Felde, dem Herrn, dem Weinberg, von dem Sklaven, der den Weinberg mit einem Zaune umgab, von dem Zaune und dem Unkraut, das aus dem Weinberg ausgerissen wurde, von dem Sohne und den Freunden, die seine Ratgeber waren; denn ich sah ein, dass all dies ein Gleichnis ist. 2. Er aber entgegnete mir: „Im Fragen bist du gar kühn. Du brauchst überhaupt nichts zu fragen; denn wenn du eine Erklärung nötig hast, wird sie dir gegeben werden.“ Ich erwiderte ihm: „Herr, wenn du mir Gesichte zeigst, ohne sie zu erklären, dann habe ich sie wohl umsonst gesehen, denn ich verstehe ihre Bedeutung nicht; so ist es auch, wenn du mir Gleichnisse erzählst und sie nicht erklärst, dann habe ich sie wohl umsonst von dir gehört.“ 3. Da gab er mir wieder zur Antwort: „Ein Diener Gottes, der seinen Herrn im Herzen trägt, bittet ihn um Einsicht und erhält sie auch, so dass er jedes Gleichnis (sich) erklären kann und dass alle Worte des Herrn, die in Gleichnissen gesprochen sind, ihm verständlich werden; wer aber bequem und träge ist zum Beten, der zögert, vom Herrn etwas zu erbitten. 4. Der Herr ist voll Erbarmen und gibt unaufhörlich allen, die ihn darum bitten. Du bist nun gestärkt durch den heiligen Engel Gottes und hast von ihm ein solches Gebet erhalten und bist nicht träge: warum bittest du den Herrn nicht um Einsicht, damit du sie von ihm bekommst?“ 5. Da sprach ich zu ihm: „Herr, ich habe dich bei mir und deshalb muss ich notwendig dich bitten und dich fragen; denn du zeigst mir alles und redest mit mir. Wenn ich aber in deiner Abwesenheit [S. 238] es gesehen oder gehört hätte, dann hätte ich mich an den Herrn um Aufklärung gewandt.“

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger