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Rufin von Aquileia (345–411/412) - Kommentar zum apostolischen Glaubensbekenntnis (Expositio Symboli)

43.

Nicht aber mögest du glauben, Dieß sei eine der natürlichen Beschaffenheit des Körpers widersprechende Verheissung. Denn wenn wir glauben Demjenigen gemäß, was geschrieben steht, daß Gott Lehm der Erde genommen und daraus den Menschen gebildet habe: und daß darin die Natur unseres Leibes bestand, daß durch den Willen Gottes Erde verwandelt wurde in Fleisch: warum soll es dir dann abgeschmackt erscheinen oder sollst du einen Widerspruch darin finden, wenn geglaubt wird, daß in derselben Weise wie von der Erde gesagt wird, daß sie fortgeschritten sei zu einem lebendigen Leibe, dieser lebendige Leib wiederum sich fortentwickelt zu einem geistigen Körper? Dieß nun und vieles Ähnliche findet man in den göttlichen Schriften über die Auferstehung der Gerechten. Es wird aber auch den [S. 84] Sündern, wie wir oben gesagt haben, in der Auferstehung ein Zustand der Unverweslichkeit und Unsterblichkeit verliehen werden, damit Gott, wie er den Gerechten beisteht zur immerwährenden Dauer ihrer Herrlichkeit, so den Sündern fortwährend Beschämung und Strafe spende. So nämlich hat es das prophetische Wort bestimmt. dessen wir auch kurz vorher Erwähnung thaten, wo es heißt: "Und Viele werden auferstehen aus dem Staube der Erde, die Einen zwar zum ewigen Leben, die Andern aber zur ewigen Beschämung und Schande." 1

1: Dan 12,2.

 

 

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Einleitung: Rufin's Leben und Schriften.

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger