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Rufin von Aquileia (345–411/412) - Kommentar zum apostolischen Glaubensbekenntnis (Expositio Symboli)

31.

"Und in den heiligen Geist."

Dasjenige, was oben mit einiger Ausführlichkeit über Christus gesagt worden, bezog sich auf das Geheimniß seiner Menschwerdung und seines Leidens. Da Dieß dem über seine Person Gesagten zwischengestellt ist, wird die Erwähnung des heiligen Geistes etwas länger hinausgeschoben. Im Übrigen, wenn man bloß auf das über seine Gottheit Gesagte Rücksicht nimmt, so wird hier auf ganz dieselbe Weise, wie im Anfange gesagt wurde: "Ich glaube in Gott, den allmächtigen Vater, und nachher in Jesus Christus, seinen eingebornen Sohn, unsern Herrn," angeknüpft: Und in den heiligen Geist. All Jenes aber, was dazu von Christus erwähnt wird, bezieht sich, wie gesagt, auf die Annahme der menschlichen Natur. In der Erwähnung des heiligen Geistes nun vollendet sich die Darlegung des Geheimnisses der Dreifaltigkeit. Wie nämlich Einer Vater genannt wird und kein Anderer der Vater ist, und wie Einer der eingeborene Sohn genannt wird und kein Anderer der eingeborene Sohn ist; so ist auch ein heiliger Geist, und ein Anderer kann nicht der heilige Geist sein. Um also die Personen von einander zu unterscheiden, werden [S. 69] für ihr gegenseitiges Verhältniß verschiedene Benennungen gewählt; unter Vater soll Derjenige verstanden werden, aus dem Alles ist, und der selbst keinen Vater hat; Jener ist der Sohn, weil er aus dem Vater geboren ist; und Dieser der heilige Geist, weil er aus den Beiden hervorgeht und Alles heiligt. Damit aber in der Dreifaltigkeit die eine und dieselbe Gottheit gelehrt werde, so heißt es in gleicher Weise, wie gesagt wird: Glauben in Gott den Vater, mit ausdrücklicher Beifügung des Vorwortes 'in' auch: und in Christus. seinen Sohn, und in den heiligen Geist. Klarer wird Das, was wir gesagt haben, durch das Folgende. Denn es folgt nach diesem Artikel:

 

 

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Inhaltsverzeichnis
Einleitung: Rufin's Leben und Schriften.

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger