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Rufin von Aquileia (345–411/412) - Kommentar zum apostolischen Glaubensbekenntnis (Expositio Symboli)

28.

Auch das Sitzen zur Rechten des Vaters ist ein Geheimniß, welches sich auf die angenommene menschliche Natur bezieht. Denn weder kommt jener unkörperlichen Natur, getrennt gedacht von dem angenommenen Fleische, Dieß zu, noch ist die Vollendung des himmlischen Sitzes für die göttliche, sondern für die menschliche Natur erfordert. Daher heißt es auch: "Dein Thron ist begründet seitdem: von Ewigkeit bist du." 1 Bereitet war also von Ewigkeit her der Sitz, den der Herr Jesus einnehmen sollte, "in dessen Namen sich jedes Knie beugen muß derer, die im Himmel, auf der Erde, unter der Erde sind, und von dem jede Zungen bekennen muß, daß der Herr Jesus in der Herrlichkeit des Vaters ist." 2 Von ihm spricht auch David also: "Es sprach der Herr zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße." 3 Indem der Herr diesen Ausspruch im Evangelium bespricht, sagte er zu den Pharisäern: "Wenn nun David im Geiste ihn Herrn nennt, wie kann er denn sein Sohn sein?" 4 Dadurch zeigt er, daß er seiner höhern Natur nach Herr, seinem Fleische nach ein Sohn Davids sei. Deßhalb spricht auch der Herr selbst hinwiederum: "Wahrlich, sage ich euch, fürder werdet ihr den Menschensohn sitzen sehen zur Rechten der Kraft Gottes." 5 Und der Apostel Petrus sagt von Christus: "Der zur Rechten Gottes sitzt im Himmel." 6 Aber auch Paulus sagt, an die Epheser schreibend: "Gemäß der Wirksamkeit der Kraft seiner [S. 65] Macht, die er ausgeübt hat in Christo, indem er ihn auferweckte von den Todten und ihn sitzen ließ zu seiner Rechten." 7

1: Ps 92,2.
2: Phil 2.
3: Ps 109.
4: Mt 22.
5: Mt 26.
6: 1Petr 3.
7: Eph 2.

 

 

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Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis
Einleitung: Rufin's Leben und Schriften.

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger