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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
49. Homilie.

2.

Denn deshalb wird einer weltfremd, damit seine Seele mit ihren Gedanken in eine andere Welt und Zeit [S. 347] übergehe, wie der Apostel sagt: „Unser Wandel ist im Himmel“1. Und wiederum: „Wir wandeln zwar auf Erden, kämpfen aber nicht nach Fleischesart (sündig)“2. Wer also von dieser Welt Abschied genommen, muß fest glauben, daß er mit seinen Gedanken jetzt schon in eine andere Welt durch den Geist übergehen, dort wandeln und sich erfreuen und sein „innerer Mensch“ aus dem Geiste geboren werden müsse, wie der Herr gesagt hat: „Wer an mich glaubt, ist vom Tode zum Leben übergegangen“3. Es gibt nämlich außer dem sichtbaren Tode noch einen andern und außer dem sichtbaren Leben noch ein anderes. Denn die Schrift sagt: „Die (Witwe), die schwelgerisch lebt, ist lebendig tot“4. Und: „Lasset die Toten ihre Toten begraben“5. Denn „nicht die Toten loben Dich, o Herr, aber wir, die leben, preisen Dich“6.

1: Phil. 3, 20.
2: 2 Kor. 10, 3.
3: Joh. 5, 24.
4: 1 Tim. 5, 6.
5: Luk. 9, 60.
6: Ps. 113, 25 f. [hebr. Ps. 114, 25 f.].

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger