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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
45. Homilie.

6.

Wendest du deine Augen zur Sonne, so findest du am Himmel ihre Scheibe, ihr Licht aber und ihre Strahlen sind der Erde zugekehrt, all ihre Leuchtkraft und ihr Glanz dringt zur Erde. So sitzt auch der Herr zur Rechten des Vaters über allen Herrschern und Machthabern. Sein Auge aber hat er auf die Herzen der Menschen auf Erden gerichtet1, um die, die von ihm Hilfe erwarten, dorthin zu erheben, wo er selbst ist. Er sagt ja: „Wo ich bin, da wird auch mein Diener sein“2. Ferner [sagt] Paulus: „Er hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die Himmelswelt zu seiner Rechten“3. Unvernünftige Tiere sind viel vernünftiger als wir. Denn ein jedes von ihnen gesellt sich zu seinesgleichen: die Wilden [gesellen sich] zu den Wilden, die Schafe zu ihresgleichen. Und du kehrst nicht zu deiner himmlischen Verwandtschaft, die der Herr ist, zurück, sondern gibst dich mit deinen Gedanken den Gedanken der Bosheit hin und nickst ihnen zu, wirst ein Helfershelfer [S. 325] der Sünde und führst in Verbindung mit ihr gegen dich selber Krieg und gibst so dich selbst dem Feinde zum Verzehren preis, wie ein Vogel vom Adler oder ein Schaf vom Wolfe gefangen und verzehrt wird oder wie ein unwissendes Kind seine Hand nach einer Schlange ausstreckt und von ihrem Biß getötet wird. Diese Gleichnisse sind gleichsam Bilder des Geistigen.

1: Vgl. Ps. 13, 2 [hebr. Ps. 14, 2].
2: Joh. 12, 26.
3: Eph. 2, 6.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger