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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
43. Homilie.

5.

Ein Weib, das empfangen hat, trägt sein Kind im Innern sozusagen in Dunkel und Dickicht. Trifft es sich, daß das Kind zur rechten Zeit aus dem Mutterleibe tritt, so erblickt es eine ganz neue Schöpfung, die es noch nie gesehen, Himmel und Erde und Sonne. Und sogleich nehmen es die Freunde und Verwandten mit heiterem Antlitz in ihre Arme. Tritt aber der Fall ein, daß das Kind infolge irgend einer Unordnung sich nicht selbst dem Mutterschoß entwinden kann, so müssen die hierzu bestimmten Ärzte Instrumente anwenden. Und dann zeigt es sich, daß das Kind von einem Tod in einen andern, von einer Finsternis in eine andere übergeht. Dies wende nun auch auf das Geistige an. Alle, die den Samen der Gottheit aufgenommen, diese tragen ihn unsichtbar in sich und verbergen ihn wegen der Sünde, die in ihnen wohnt, an finsteren und schrecklichen Orten. Sind sie nun vorsichtig und bewahren den Samen, so bringen sie ihn zur rechten Zeit ans Licht, und bei der Auflösung des Leibes nehmen dann die Engel und alle [S. 310] himmlischen Chöre mit heiteren Mienen sie auf. Wird aber einer, der die Waffen Christi zu mutigem Streit empfangen hat, nachlässig, so wird er sogleich den Feinden überantwortet und bei der Auflösung des Leibes kommt er von der Finsternis, die ihn jetzt [schon] umgibt, in eine andere, noch furchtbarere Finsternis und ins Verderben.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger