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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
40. Homilie.

6.

[Forts. v. [S. 300] ] Frage: Wenn das Gebet Ruhe ist, wie ist es dann möglich, daß einige sagen: Wir können nicht beten, und warum verharren sie nicht im Gebete?

Antwort: Mag die Ruhe auch im Übermaße vorhanden sein, sie spornt doch zum Erbarmen und zu anderen Dienstleistungen an, wie zum Besuche der Brüder, zum Dienste des Wortes. Die Natur selbst will zu den Brüdern kommen und sie sehen, um ein Wort zu sprechen. Denn was man ins Feuer wirft, kann nicht in seiner eigenen Natur verbleiben, sondern muß notwendig auch selbst Feuer werden. Wirfst du z. B. Steinchen ins Feuer, so wird daraus ein wenig Kalk. [Wirfst du jemand] ins Meer, so sinkt er meist unter, gerät mitten ins Meer, wird verschlungen und unsichtbar. Steigt aber einer auf Stufen hinein, so will er wieder heraufsteigen, weiterfahren, in den Hafen gelangen und die Leute auf dem Lande sehen. So steigt auch im Geistigen so mancher in die Tiefe der Gnade. Trotzdem erinnert er sich wieder seiner Genossen; die Natur selbst will zu den Brüdern kommen, die Liebe betätigen, „das Wort [Gottes] vollenden“1.

1: Vgl. Kol. 1, 25.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger