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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien

29. Homilie.

1.

[S. 249] Auf doppelte Weise spendet Gott die Gnade an das Menschengeschlecht aus, in der Absicht, deren Früchte in einem gerechten Gerichte wieder abzufordern.

Gottes unendliche, unbegreifliche Weisheit vollzieht in unfaßbarer und unerforschlicher Weise die „Gnadenmitteilung“1 ans Menschengeschlecht auf verschiedene Art. Es soll die freie Selbstbestimmung des Willens geprüft, es sollen die offenbar werden, die ihn aus ganzem Herzen lieben und jegliche Gefahr und Mühe um Gottes willen auf sich nehmen. Den einen kommen die Gnadengaben und Gnadengeschenke des Geistes entgegen, sobald sie sich mit Glauben und Gebet nahen. Sie leben zuweilen ohne Mühen, Schwitzen und Anstrengungen in der Welt. Doch spendet Gott die Gnade nicht müßig, nicht zwecklos, nicht von ungefähr, sondern in unaussprechlicher, unbegreiflicher Weisheit. Es soll die Entschiedenheit und die freie Selbstbestimmung des Willens derer geprüft werden, die die göttliche Gnade schnell erlangt haben, ob sie nämlich die Wohltat und die ihnen erwiesene „Güte“ und Milde „Gottes“2 fühlen. Entsprechend der Gnade, deren sie ohne ihre Mühen gewürdigt wurden, müssen sie Eifer haben, laufen und kämpfen und die Frucht der aus freiem Willensentschlusse quellenden Liebe zeigen und die Gnadengaben vergelten d. i. sich ganz und gar der Liebe des Herrn weihen, nur seinen Willen erfüllen und jeder fleischlichen Begierde vollkommen entsagen.

1: Eph. 3, 2.
2: Tit. 3, 4.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger