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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
27. Homilie.

21.

[Forts. v. [S. 242] ] Denn könnte man ohne Mühe das Ziel erreichen, so wäre das Christentum nicht mehr „ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses“1, es gäbe keinen Glauben und Unglauben mehr. Überdies machtest du auch den Menschen zu einem Gebundenen, der sich nicht zum Guten und zum Bösen wenden könnte. Denn nur dem, der auf beide Seiten hin sich wenden kann, ist ein Gesetz gegeben, dem, der in freier Selbstbestimmung gegen die feindliche Macht Krieg führen kann. Für eine gebundene Natur „gilt doch kein Gesetz“2. Weder die Sonne noch der Himmel und die Erde haben ein Gesetz empfangen. Denn die Geschöpfe sind gebundener Natur. Darum unterliegen sie weder einer Belohnung noch einer Strafe. Denn die Ehre und der Ruhm sind dem bereitet, der sich zum Guten wenden kann. Anderseits ist die Hölle und die Strafe für die Natur bereitet, die sich wenden, das Böse meiden und sich auf die gute, rechte Seite neigen kann. Sieh, wenn du sagst, der Mensch sei gebundener Natur, so machst du den guten Menschen des Lobes unwert. Denn wer von Natur aus recht und gut ist, ist zwar nach Wunsch, aber keines Lobes würdig. Ja, nicht lobenswürdig, wenn auch wunschentsprechend, ist das Gute, das nicht aus freiem Entschlusse kommt. Denn nur der ist des Lobes wert, der mit eigenem Eifer unter Kampf und Streit das freigewählte Gute erfaßt.

1: 1 Petr. 2, 8; Is. 8, 14.
2: 1 Tim. 1, 9.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger