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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
27. Homilie.

20.

Allein dadurch, daß man Gottes Wort hört, hat man nicht sofort schon „den guten Teil“1 erlangt. Denn würde man gleich mit dem Anhören den „guten Teil“ erlangen, so gäbe es keine Kämpfe, keine Kriegszeiten, keinen Wettlauf mehr, sondern mühelos, einzig und allein durch Anhören [des Wortes Gottes] würde man zur Ruhe und zum vollkommenen Maße gelangen. Allein so liegt die Sache nicht. Denn wenn du dies behauptest, so hebst du den freien Willen des Menschen auf und leugnest das Dasein der feindlichen Macht, die gegen den Geist kämpft. Wir aber behaupten: Wer [Gottes] Wort hört, kommt zur Reue, tritt dann, wenn sich die Gnade nach weiser Einrichtung im Interesse des Menschen zurückzieht, in die Übungsschule des Kampfes ein, nimmt den Streit und Kampf mit dem Satan auf, erringt in vielem Laufen und Kämpfen den Sieg und wird Christ. Denn würde man nur durch das Anhören, ohne Mühe den „guten Teil“ erlangen, so würden die Schauspieler [S. 242] und Hurer alle ins Reich und „Leben eingehen“2. Allein niemand wird ihnen dieses ohne Mühe und Kampf geben. Denn „eng und schmal ist der Weg“3. Ja, auf dem rauhen Wege muß man wandeln und dulden und leiden und so „zum Leben eingehen“.

1: Luk. 10, 42.
2: Matth. 19, 17.
3: [Matth.] 7, 14.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger