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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
27. Homilie.

19.

Auf welchen Schatz ist dein Sinn gerichtet? Ist er ganz und gar auf Gott gerichtet oder nicht? Wenn er es nicht ist, so müßt ihr mir sagen, welches das Hindernis ist. Gewiß sind es böse Geister, der Satan und die Dämonen, die den Sinn gefangen halten und die Seele verderben. Denn der viel verschlagene Teufel, [S. 241] dem Kunstgriffe und Dreipforten1 und viele kunterbunte Dinge zur Verfügung stehen, hat die Weideplätze der Seele und die Gedanken in seiner Gewalt und läßt nicht zu, daß man recht betet und sich Gott naht. Die Natur kann nämlich mit den Dämonen und den Geistern der Bosheit so gut wie mit den Engeln und dem Heiligen Geiste Gemeinschaft haben. Sie kann ein Tempel Satans und „ein Tempel des Heiligen Geistes“2 sein. Darum, Brüder, prüfet euren Geist: Mit wem habt ihr Gemeinschaft, mit Engeln oder Dämonen? Wessen Tempel seid ihr, [seid ihr] eine Wohnung Gottes oder des Teufels? Mit welchem Schatze ist das Herz erfüllt, mit dem der Gnade oder mit dem des Satans? Es ist wie mit einem Hause, das voll Gestank und Unflat ist. Dieses muß vollständig gereinigt und geschmückt und mit allerlei Wohlgerüchen und Schätzen erfüllt werden. Nur so zieht statt des Satans der Heilige Geist ein und ruht in den Seelen der Christen.

1: Τρίθυρα [Trithyra]. Sprichwörtliche Redensart. Siehe Stiglmayr, Sachliches und Sprachliches b. Mak. S. 22.
2: 1 Kor. 6, 19.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger