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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
26. Homilie.

14.

Frage: Ruht Satan zuweilen und wird der Mensch des Kampfes los oder hat er Krieg, solange er lebt?

[S. 220] Antwort: Der Satan gibt den Kampf nie auf. Solange jemand in dieser Welt lebt und einen Leib trägt, wird er bekämpft. Wenn aber „die Brandpfeile des Bösen ausgelöscht sind“1, was schadet da Satan noch dem Menschen, selbst wenn er beim Gerichte [als Kläger] erscheint2? Da ist ein Freund des Königs. Er führt einen Prozeß mit einem Gegner. Hat er nun den König zu seinem Gönner und Freund und Beistand, so geschieht ihm nichts. Denn wie könnte einem solchen, der über alle Beamtenklassen und -kategorien hinweg ein Freund des Königs geworden, von jemand irgend ein Schaden erwachsen? In der Erscheinungswelt gibt es Städte, die Geschenke und Getreidelieferungen vom König empfangen. Werden sie nun dafür auch zu kleinen Dienstleistungen herangezogen, so kommen sie doch nicht zu Schaden, weil ihnen vom König so reichliche Mittel zufließen. So ist es auch mit den Christen. Ob sie auch vom Feinde bekämpft werden, sie halten bei der Gottheit Einkehr, „empfangen aus der Höhe Kraft“3 und Erquickung und machen sich nichts aus dem Kampfe.

1: Eph. 6, 16.
2: Vgl. 1 Petr. 5, 8; Off. 12, 10; Job 1, 6 ff.; Zach. 3, 1.
3: Luk. 24, 49.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger