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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien

23. Homilie.

1.

Wie die königliche, kostbare Perle1 nur die königlichen Sprossen tragen können, so können die himmlische Perle nur die Gotteskinder tragen.

[S. 196] Die große, kostbare, königliche Perle, die ins Königsdiadem gehört, ziemt nur dem König. Der König allein kann diese Perle tragen. Einem andern Menschen ist das Tragen einer solchen Perle nicht gestattet. So kann jemand, der nicht aus dem königlichen, göttlichen Geiste geboren ist, himmlischen, königlichen Adel erlangt hat und ein Kind Gottes ist, wie geschrieben steht: „Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er die Macht, Kinder Gottes zu werden“2, die himmlische, kostbare Perle, das Bild des unaussprechlichen Lichtes, das der Herr ist, nicht tragen3. Er ist eben kein Königssohn. Die die Perle haben und tragen, leben und herrschen mit Christus in Ewigkeit. Denn so hat der Apostel gesagt: „Wie wir das Bild des Irdischen getragen, so laßt uns auch das Bild des Himmlischen tragen4.

1: Die „große Perle“, die nebst vielen anderen Perlen und Edelsteinen in dem seit Konstantin dem Großen von den römischen Kaisern getragenen Diademe erscheint (vgl. Pauly-Wissowa, Real-enz. d. klass. Altertumswissenschaften, Bd. V 1 (Stuttgart 1905) col. 305), wurde bereits von Origenes (Migne, P. G. XIII 856 A) auf Christus gedeutet. Siehe Stiglmayr (Stimmen aus Maria-Laach, B. 80 (1911) 424 1).
2: Joh. 1, 12.
3: Matth. 13, 46.
4: 1 Kor. 15, 49.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger