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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
20. Homilie.

2.

Schon der erste Mensch schämte sich, als er sich nackt sah1. So große Schmach liegt in der Nacktheit. Wenn schon in leiblicher Hinsicht die Nacktheit eine große Schande nach sich zieht, ist da nicht viel größer die Schmach und Schande der Leidenschaften, womit die Seele, die von der göttlichen Kraft entblößt ist, die das unaussprechliche, unvergängliche, geistige Gewand, [S. 187] den Herrn Jesus Christus selbst, in Wahrheit nicht trägt und anhat, bekleidet ist? Ein jeder, der nicht mit jener göttlichen Herrlichkeit angetan ist, muß sich ebenso schämen und seine Schande erkennen, wie Adam sich seiner leiblichen Nacktheit schämte. Und obgleich er sich aus Feigenblättern eine Schürze machte2, so trug er doch die Schande in Erkenntnis seiner Armut. Darum soll eine solche Seele zu Christus flehen, der sie mit seiner Herrlichkeit in unaussprechlichem Lichte beschenkt und bekleidet, soll sich nicht selbst ein Gewand eitler Gedanken machen, sich nicht durch den Schein eigener Gerechtigkeit täuschen lassen und meinen, das Gewand des Heiles zu besitzen.

1: Gen. 3, 7.
2: Gen. 3, 7.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger