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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
17. Homilie.

8.

Da behaupten nun einige, nach Empfang der Gnade habe die Seele keine Sorge mehr. Allein Gott verlangt auch bei den Vollkommenen den Willen der Seele zum „Dienste des Geistes“1. Sie sollen ihre Zustimmung geben. Denn der Apostel sagt: „Den Geist löschet nicht aus“2. Da wollen nun einige unter ihnen andern nicht lästig werden, andere gehen auf eigenen Füßen. Wieder andere nehmen von Weltmenschen [S. 168] Geschenke an und verteilen sie unter die Armen. Letzteres verdient jedenfalls den Vorzug. Die einen, welche die Gnade besitzen, sorgen nur für ihre Angelegenheiten. Andere aber sind bemüht, auch andern Seelen zu nützen. Letztere übertreffen erstere weit. Wieder andere, die im Besitze der Gnade sind, geben um des Namens Gottes willen ihren Leib den Mißhandlungen und Leiden preis. Diese stehen wiederum über jenen. Einige von den Tugendhaften wollen großtun und bei den Menschen in Ehren stehen. Sie sagen: Wir sind Christen, wir sind teilhaft des Heiligen Geistes. Andere aber sind bemüht, sich verborgen zu halten und ein Zusammentreffen mit Menschen zu meiden. Letztere überragen erstere weit. Siehst du nun, wie es selbst in der Vollkommenheit ein höheres und vorzüglicheres Maß der Liebe zu Gott gibt, dessen Quellgrund der natürliche Wille ist?

1: 2 Kor. 3, 8.
2: 1 Thess. 5, 19.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger