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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
16. Homilie.

6.

In uns aber ist das Böse. Denn es wohnt und wirkt im Herzen, gibt schlechte, schmutzige Gedanken ein, läßt kein reines Gebet verrichten, sondern fesselt [S. 157] den Geist an diese Welt. Es zieht deshalb die Seelen an, es ergreift aber auch selbst die knöchernen Glieder. Wie nun der Satan in der Luft ist und Gott dort ist, ohne von ihm etwas zu erleiden, so ist auch die Sünde in der Seele, „ebenso ist aber auch“ die „Gnade Gottes“ in ihr zusammen, ohne etwas zu erleiden. Wie ein Sklave um seinen Herrn ist, wie dieser, da er in der nächsten Nähe desselben weilt, stets in Furcht ist und ohne ihn nichts tut, so müssen auch wir dem Herrn Christus1, dem „Herzenskenner“2, unsere Gedanken eröffnen und offenbaren, unsere Hoffnung und unser Vertrauen auf ihn setzen und sprechen: Er ist mein Ruhm, er ist mein Vater, er ist mein Reichtum. Darum mußt du stets in deinem Gewissen die Sorge und die Furcht haben. Besitzt aber einer noch nicht die Gnade Gottes unerschütterlich in seinem Herzen eingepflanzt, so sei er Tag und Nacht darauf bedacht, daß ihm das, was ihn stündlich zum Guten leitet, erweckt und erhebt, gleichsam zur Natur werde und sich mit seiner Seele verschmelze. Wenigstens soll die Sorge, die Furcht und die Mühe gleichsam zu seiner Natur gehören und die Herzenszerknirschung unveränderliche und dauernde Festigkeit in ihm besitzen.

1: Jud. 4.
2: Apg. 1, 24; 15, 8.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger