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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
16. Homilie.

3.

Es gibt manche, die einen Vorgeschmack von Gott haben und doch noch vom Widersacher bedrängt werden. Sie wundern sich, da sie nicht wissen, daß [S. 155] [auch] nach der Heimsuchung Gottes die Gedanken gegen die Geheimnisse des Christentums wirken. Die jedoch in denselben alt geworden sind, wundern sich nicht. Landwirte, die infolge langer Gewohnheit Erfahrung haben, sind, wenn sie reichlichen Ertrag bekommen, nicht vollkommen sorglos. Vielmehr machen sie sich auf Hunger und Mangel gefaßt. Trifft sie aber Hunger oder Mangel, dann geben sie andrerseits die Hoffnung gewöhnlich nicht auf. Denn sie wissen, es tritt wieder eine Änderung ein. So ist es auch im geistigen Leben. Fällt die Seele in mannigfache Versuchungen, so wundert sie sich nicht noch verzweifelt sie. Denn sie weiß, daß es gemäß Zulassung [Gottes] geschieht, wenn sie von der Bosheit geprüft und gezüchtigt wird. Sie ist aber andrerseits, wenn sie in großem Reichtum und Erquickung lebt, nicht sorglos, sondern macht sich auf die Veränderung gefaßt. Die Sonne, die ein Körper und Geschöpf ist, leuchtet in übelriechende Orte, wo Unrat und Unreinigkeit herrscht, ohne beschädigt oder beschmutzt zu werden. Um wieviel weniger nimmt der reine, Heilige Geist, der mit der noch vom Bösen bedrängten Seele zusammen ist, etwas davon (= vom Bösen) an. Denn „das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfaßt“1.

1: Joh. 1, 5.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger