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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
16. Homilie.

12.

Ein solcher betrachtet sich für den Verworfensten unter allen Sündern. Dieser Gedanke ist ihm eingepflanzt, gleich als würde er zu seiner Natur gehören. Je tiefer er in die Erkenntnis Gottes eindringt, für desto unwissender hält er sich, und je mehr er lernt, um so weniger glaubt er zu wissen. Dieses aber bewirkt die Gnade, die, gleichsam zur Natur gehörig, in der Seele Dienste verrichtet. Da wird ein kleines Kind von einem jungen Manne getragen. Der Träger kann es irgendwohin nach Belieben tragen. So trägt auch die in der Tiefe [der Seele] wirkende Gnade den Geist und erhebt ihn zum Himmel, zur vollkommenen Welt, zur ewigen Ruhe. Aber auch in der Gnade gibt es Stufen und Würden. Ein anderer ist der Heerführer, der freien Zutritt zum König hat und ein anderer ist der General. Wie ein Haus, das voll von Rauch ist, diesen in die äußere (freie) Luft [S. 161] ausströmt, so ergießt sich auch die Bosheit, wenn sie die Seele ganz erfüllt, nach außen und bringt Früchte. Die Verwalter einer Eparchie oder die königlichen Schatzmeister sind die ganze Zeit in Sorge, sie möchten irgendwie beim König anstoßen. So sind auch die, denen das geistige Werk anvertraut ist, stets in Sorge und fühlen sich in der Ruhe doch nicht ruhig. Es gilt, das Reich der Finsternis, das in die Stadt, d. i. in die Seele, eingedrungen, und die Barbaren, die ihre Weideplätze innehaben, daraus zu verdrängen.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger