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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
12. Homilie.

9.

Frage: Welche denn?

Antwort: Wird ein Räuber ergriffen, so wird er vors Gericht gebracht. Es beginnt die Untersuchung und der Richter sagt zu ihm: „Wußtest du denn, als du die Freveltaten begingst, nicht, daß Verhaftung und Tod dich erwartet?“ Der wagt nicht zu sagen: „Ich wußte es nicht“. Denn er weiß es, und wie er zur Strafe herangezogen wird, erinnert er sich an alles und gesteht es ein. Weiß nicht auch der Hurer, daß er Böses tut? Weiß nicht der Dieb, daß er sündigt? Wissen nicht die Menschen, von den Schriften ganz abgesehen, kraft ihrer natürlichen Erkenntnis, daß es einen Gott gibt? Sie können an jenem Tage nicht sagen: „Wir wußten nicht, daß ein Gott existiert“. Denn er spricht zu ihnen durch die vom Himmel gesendeten Donner und Blitze: „Wißt ihr nicht, daß ein Gott ist, der die Schöpfung regiert?“ Was schrieen deshalb die Dämonen: „Du bist der Sohn Gottes; was bist Du gekommen, uns vor der Zeit zu quälen?“1. Noch bei ihrem Bekenntnis (der Gottheit Christi) rufen sie: „Du brennst mich, Du brennst [S. 105] mich!2. Den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen3 erkannten sie (= die ersten Menschen) [vor dem Falle] nicht. Adams Fehltritt gab [ihnen] die Erkenntnis.

1: Matth. 8, 29.
2: Καίεις με, καίεις με [Kaieis me, kaieis me], sentenzartiger Ausruf. Siehe Stiglmayr (Sachliches und Sprachliches b. Mak. S. 24).
3: Gen. 2, 17; vgl. Hebr. 5, 14.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger