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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
12. Homilie.

11.

Doch lassen wir das, streben wir vielmehr danach, als tüchtige Kaufleute das himmlische Erbe und Vorteile für unsere Seelen zu gewinnen. Lernen wir Güter erwerben, die uns immer bleiben. Wenn du, ein Mensch, anfängst Gottes Gedanken zu erforschen und zu sprechen: „Ich hab’ es gefunden, ich hab’ es erfaßt“, so wird es sich zeigen, daß dein menschlicher Verstand Gottes Gedanken übersteigen will. Allein da befindest du dich in einem schweren Irrtum. Denn je mehr du mittels der [natürlichen] Erkenntnis [Gottes Gedanken] erforschen, je weiter du eindringen willst, in desto [S. 106] tieferen Abgrund1 gelangst du, um so weniger begreifst du. Schon die Gedanken, die dir über das Was und Wie seines täglichen Wirkens in dir kommen, sind unaussprechlich und unbegreiflich. Du kannst sie nur dankbar annehmen und glauben. Warst du imstande, von deiner Geburt bis zum heutigen Tage deine Seele zu erkennen? Laß mich die Gedanken wissen, die von Morgen bis Abend in dir aufsteigen! Sage mir deine Gedanken von drei Tagen her! Umsonst, du kannst es nicht. Wenn du nicht einmal die Gedanken deiner Seele erfassen konntest, wie kannst du dann die Gedanken und den Sinn Gottes2 erforschen?

1: Vgl. 1 Kor. 2, 10.
2: Vgl. Is. 40, 13; Röm. 11, 34; 1 Kor. 2, 16.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger