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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
6. Homilie.

2.

Der Diener Gottes aber darf nicht in solcher Unruhe, sondern muß in aller Gelassenheit und Weisheit leben, wie der Prophet sagt: „Auf wen anders aber wird er blicken als auf den Sanftmütigen und Stillen und auf den, der vor meinen Worten zittert?“1. Und zu Moses [S. 62] und Elias Zeit finden wir, daß bei der Erscheinung, die ihnen zuteil wurde, gewaltige Zeichen von Posaunenschall2 und Kraftwirkungen3 der Majestät des Herrn vorausgingen; gleichwohl aber zeigte und offenbarte sich in ihnen allen die Gegenwart des Herrn in Frieden und Ruhe und Erquickung. Denn es heißt: „Siehe, da entstand ein sanftes Säuseln der Luft, darin war der Herr“4. Daraus geht also hervor, daß die Erquickung durch den Herrn in Frieden und Ruhe erfolgt. Der Mensch bleibt bei dem Grunde, den er legt, beim Anfange, den er macht, bis ans Ende. Hat er mit Schreien und Lärmen zu beten angefangen, so behält er diese Gewohnheit bis zum Ende bei. Da aber der Herr menschenfreundlich ist, so kommt es vor, daß er auch einem solchen Hilfe spendet. Solche halten deshalb infolge der Aufmunterung durch die Gnade an der gleichen Gewohnheit bis zum Ende fest. Allein wir sehen doch, daß ein solches Gebaren Sache ungebildeter Leute ist; denn anderen geben sie Ärgernis und sich selbst machen sie beim Gebete verwirrt.

1: Is. 66, 2.
2: Exod. 19, 16. 19.
3: 3 Kön. 19, 11 f. [= 1 Kön.].
4: Vgl. ebd. [3 Kön. bzw. 1 Kön.] 19, 12.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger