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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
4. Homilie.

22.

So erging es den Sodomiten. Da sie viel sündigten und sich nicht bekehrten, sanken sie zuletzt ob ihres schändlichen Anschlags gegen die Engel — sie wollten nämlich mit ihnen widernatürliche Unzucht treiben — so tief, daß sie den Weg zur Umkehr nicht mehr fanden, sondern auf ewig verworfen wurden. Denn sie hatten das Maß der Sünden voll gemacht, ja es überschritten. Deshalb wurden sie auch von der göttlichen Strafgerechtigkeit im Feuer verbrannt1. So ging es auch zu Noes Zeiten. Da sich die Menschen vieler Vergehen schuldig machten und keine Bußgesinnung zeigten, fielen sie in solche Sünden, daß schließlich [ihretwegen] die ganze Erde unterging. So zeigte sich Gott auch gegen die Ägypter, die große Schuld auf sich luden und sich am Volke Gottes versündigten, milde, er verhängte keine solche Strafen über sie, die sie völlig ins Verderben stürzten. Allein um sie zu erziehen und zur Umkehr und Sinnesänderung zu bewegen, versetzte er ihnen jene kleinen Geißelstreiche; er hatte Geduld [mit ihnen] und wartete auf ihre Bekehrung. Schwer versündigten sie sich am Volke Gottes. Zwar bekehrten sie sich, aber dieser Schritt reute sie wieder, sie verfielen in den alten Unglauben, der seinen Grund im bösen Willen hatte, und bedrückten das Volk Gottes. Als sodann Gott unter vielen Wundern das Volk durch Moses aus Ägypten führen ließ, begingen sie eine neue, schwere Sünde; sie verfolgten nämlich das Volk Gottes. Deshalb vernichtete und vertilgte sie auch die göttliche Strafgerechtigkeit vollständig und ertränkte sie in den Wasserfluten, da sie dieselben des zeitlichen Lebens nicht mehr wert erachtete.

1: Gen. 19, 4 ff.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger