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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
4. Homilie.

16.

Da nun, geliebte Brüder, solche Güter uns vorgelegt und solche Verheißungen uns vom Herrn gegeben sind, wollen wir alle Hindernisse von uns werfen, alle Weltliebe ablegen und mit sehnsüchtigem Verlangen [S. 32] einzig jenem Gute uns hingeben; dann können wir jener unaussprechlichen Liebe des Geistes teilhaftig werden, nach der zu trachten uns der heilige Paulus ermahnt, wenn er sagt: „Strebet nach der Liebe“1, können der Umwandlung unserer Härte durch die Rechte des Allerhöchsten gewürdigt werden und, verwundet von der Liebe des göttlichen Geistes, zur geistigen Milde und Ruhe gelangen. Denn der Herr erzeigt große Liebe und zärtliches Erbarmen uns Menschen, wenn wir uns rückhaltlos zu ihm wenden und uns von allem, was ihm entgegen ist, losreißen. Obgleich wir uns nämlich infolge großer Unwissenheit, Unmündigkeit und Voreingenommenheit für die Bosheit vom Leben abwenden und uns, da wir keine Sinnesänderung wollen, viele Hindernisse in den Weg legen, so hat er dennoch inniges Erbarmen mit uns und wartet langmütig auf die Zeit, da wir uns etwa bekehren, zu ihm hinzutreten und unseren „inneren Menschen“2 erleuchten lassen, damit wir „am Tage des Gerichtes“3 nicht zuschanden werden.

1: 1 Kor. 14, 1.
2: Röm. 7, 22; Eph. 3, 16; 2 Kor. 4, 16.
3: Matth. 10, 15; 11, 22. 24; 12, 36; vgl. 2 Petr. 2, 9; 3, 7.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger