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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
4. Homilie.

15.

[Forts. v. [S. 31] ] Ich sage dir: Hätte sie selbst inniggeliebte Brüder vor Augen, sie würde sich geradezu von ihnen abwenden, wären sie ihr in jener Liebe hinderlich. Denn das ist ihr Leben und ihre Wonne: die geheimnisvolle, unaussprechliche Vereinigung mit dem himmlischen König. Schon die aus der fleischlichen Vereinigung entspringende Liebe trennt [den Menschen] von Vater, Mutter und Brüdern, all das wird seinem Geiste fremd; und wenn er sie liebt, liebt er sie nur als etwas Fremdes; all seine Liebe hat er nur für seine Gattin. Denn es heißt: „Deshalb wird ein Mensch den Vater und die Mutter verlassen und dem Weibe anhangen und es werden zwei ein Fleisch sein“1. Wenn also schon die fleischliche Liebe so von jeder [anderen] Liebe löst, um wieviel mehr werden alle, die gewürdigt werden, jenen heiligen, himmlischen, geliebten Geist in Wahrheit zu besitzen, von aller Weltliebe los werden, wird alles andere überflüssig erscheinen, da sie von himmlischer Sehnsucht nach ihm überwältigt und mit ihm vereinigt sind, der auf sie herabgekommen. Denn nach ihm verlangen sie, an ihn denken sie, in ihm leben sie, bei ihm weilen ihre Gedanken, mit ihm beschäftigt sich allezeit der Geist, überwältigt von der göttlichen, himmlischen Liebe und von geistigem Verlangen.

1: Gen. 2, 24; Matth. 19, 5; Mark. 10, 7; Eph. 5, 31; 1 Kor. 6, 16.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger