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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
4. Homilie.

2.

Der Leib hat zum Führer das Auge; sieht dieses, so führt es den ganzen Leib den rechten Weg. Laß mich nun den Fall setzen: Jemand geht durch waldige Gegenden, die voll Dornen und Sümpfe sind. Dort bricht Feuer hervor, Schwerter stecken im Boden, Abgründe und viele Gewässer gibt es da. Er ist hurtig, rührig, unerschütterlich, sein Führer ist das Auge; sehr bedächtig geht er durch jene gefährlichen Gegenden und hält auf allen Seiten mit Händen und Füßen sein Gewand zusammen, damit es in den Sträuchern und Dornen nicht zerrissen oder vom Morast beschmutzt oder vom [S. 21] Schwerte zerschnitten werde. Und das Auge führt den ganzen Leib, es ist sein Licht, damit er nicht in Abgründe stürzt oder in Gewässern ertrinkt oder durch irgend einen Unfall zu Schaden kommt. Wer so flink und verständig und in aller Nüchternheit hindurchschreitet und sein Gewand zusammenhält, bewahrt, vom Auge auf dem rechten Wege geführt, einerseits sich selbst vor Schaden, andrerseits erhält er sein Gewand unverbrannt und unzerrissen. Geht aber einer träg und saumselig, leichtsinnig, schwerfällig und schlaff durch solche Gegenden, flattert sein Gewand da und dort umher, so wird es in den Sträuchern und Dornen zerrissen oder vom Feuer verbrannt, weil er eben sein Gewand nicht auf allen Seiten tüchtig zusammenhält, oder es wird von den Schwertern, die im Boden stecken, zerschlitzt oder vom Moraste beschmutzt, kurz, nur zu schnell verdirbt er infolge seiner Unachtsamkeit, Schlaffheit und Trägheit das schöne, neue Gewand. Achtet er aber nicht recht und unbedingt aufs Auge, so wird er selbst in einen Abgrund stürzen oder im Wasser ertrinken.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger