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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
3. Homilie.

5.

Übrigens gewinnt der Wille, der Widerstand entgegensetzt, Mühe und Drangsal auf sich nimmt, allmählich die Oberhand, er fällt, er steht wieder auf; von neuem stürzt die Sünde ihn in zehn, ja zwanzig Kämpfe; sie besiegt die Seele und wirft sie nieder, aber nach einer Weile besiegt die Seele in einem einzigen Kampfe die Sünde. Wenn sodann die Seele standhaft bleibt und nicht irgendwie erschlafft, dann bekommt sie allmählich Stärke und Umsicht und trägt den Siegespreis über die Sünde davon. Allein wenn man die Sache recht betrachtet, so behält die Sünde den Menschen doch solange in ihrer Gewalt, bis er zur „vollen Mannesreife und zum Altersmaße“1 gelangt ist und vollständig den Tod besiegt hat; denn es steht geschrieben: „Der letzte Feind, [S. 19] der vernichtet wird, ist der Tod“2. Und so gewinnen sie die Oberhand und werden Sieger über den Teufel. Wenn aber, wie wir vorher sagten, jemand geltend macht: Ich bin kein Hurer, kein Ehebrecher, kein Geizhals, das genügt mir, so hat er wohl gegen diese drei Arten von Sünden gekämpft, aber gegen zwanzig andere, deren die Sünde wider die Seele besitzt, hat er nicht gekämpft, sondern ist unterlegen. Deshalb muß er gegen alle [Sündenarten] streiten und kämpfen; denn der Vernunftwille ist, wie wir oft sagten, ein ebenbürtiger Gegner, er besitzt eine gleichstarke Macht gegen die Sünde, so daß er sich den Gedanken widersetzen und widerstehen kann.

1: Eph. 4, 13.
2: 1 Kor. 15, 26.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger