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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
3. Homilie.

2.

Die Brüder sollen also bei allem, was sie tun, in Liebe und Freude miteinander verkehren. Der Arbeitende soll von dem Betenden also sprechen: Der Schatz, den mein Bruder erwirbt, gehört, da er gemeinsam ist, auch mir. Und der Betende soll von dem Lesenden also sagen: Der Gewinn, den jener aus dem Lesen zieht, kommt auch mir zunutze. Und der Arbeitende wiederum soll sagen: Der Dienst, den ich verrichte, kommt der Gemeinschaft zugute. Denn wie die vielen Glieder des Leibes nur ein Leib sind und einander unterstützen [S. 17] und jedes seine Aufgabe erfüllt1, das Auge für den Leib sieht, die Hand für alle Glieder arbeitet, der Fuß geht und alle Teile trägt und ein anderes [Glied] leidet, so sollen auch die Brüder untereinander sein. Der Betende soll nicht richten über den Arbeitenden, weil er nicht betet. Der Arbeitende soll nicht über den Betenden urteilen: Jener verharrt [im Gebete] und ich arbeite. Ebenso soll der Dienende nicht über einen anderen richten. Vielmehr soll jeder das, was er tut, „zum Preise Gottes“2 tun. Der Lesende soll für den Betenden Liebe und Freude im Herzen tragen, indem er denkt: Er betet [auch] für mich. Und der Betende soll in Betreff des Arbeitenden denken: Was er tut, das tut er zum gemeinsamen Nutzen.

1: Vgl. Röm. 12, 4 f.
2: 1 Kor. 10, 31; 2 Kor. 4, 15; Phil. 1, 11; 2, 11.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger