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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien

2. Homilie.

1.

[S. 12] Das Reich der Finsternis d. i. der Sünde; Gott allein kann von uns die Sünde hinwegnehmen und uns aus der Knechtschaft der bösen Fürsten erlösen.

Das Reich der Finsternis, „der böse Fürst“1 hat den Menschen von Anfang an zu seinem Gefangenen gemacht und so die Seele wie einen Menschen mit der Macht der Finsternis umgeben und umkleidet. „Und sie sollen ihn zum König machen, sollen ihm königliche Gewänder anziehen, vom Kopf bis zu den Zehen soll er sich königlich tragen“2. Also hat der böse Fürst die Seele und ihr ganzes Wesen mit der Sünde umhüllt, ganz befleckt und ganz zur Gefangenen seines Reiches gemacht, auch nicht ein einziges Glied an ihr, nicht die Gedanken, nicht den Verstand, nicht den Leib verschont gelassen, sondern ihr den Purpur der Finsternis angezogen. Denn wie am Leibe nicht ein Teil oder ein Glied leidet, sondern wie er ganz und vollständig dem Leiden ausgesetzt ist, so leidet auch die ganze Seele an den Begierlichkeiten der Bosheit und Sünde. Also die ganze Seele, das unentbehrliche Glied und Stück des Menschen hat der Böse mit seiner Bosheit d. i. mit der Sünde umkleidet; und so mußte der Leib leiden und sterben.

1: ὁ πονηρὸς ἄρχων [ho ponēros archōn]. Dieser Ausdruck findet sich bereits in dem gegen Ende des ersten Jahrhunderts oder um 130 abgefaßten Barnabasbriefe (IV 13).
2: Vgl. Esth. 6, 8.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger