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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
2. Homilie.

3.

Deshalb ist es unmöglich, die Seele von der Sünde zu scheiden, es sei denn daß Gott diesen bösen Wind, der in der Seele und dem Leibe wohnt, besänftigt und stillt. Ferner, wie jemand, der einen Vogel fliegen sieht, auch selbst fliegen will, aber unmöglich fliegen kann, weil er keine Flügel hat, so „kommt“ auch beim Menschen zwar „das Wollen zustande“1, rein, untadelig, fleckenlos zu sein und keine Bosheit in sich zu haben, sondern immerdar in Gemeinschaft mit Gott zu stehen, allein es fehlt ihm das Können. Wohl will er sich in die Gottesluft und in die Freiheit des Heiligen Geistes emporschwingen, doch bekommt er nicht die Flügel, so kann er es nicht. Darum laßt uns Gott bitten, er möchte uns „Taubenflügel“2 des Heiligen Geistes geben, auf daß wir uns zu ihm aufschwingen und Ruhe finden und von unserer Seele und unserem Leibe [S. 14] den bösen Wind, die Sünde, die in den Gliedern unserer Seele und unseres Leibes wohnt, scheiden und beseitigen. Denn nur er allein ist imstande dieses zu tun. Es heißt ja: „Sehet, das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt“3. Er allein hat den Menschen, die an ihn glauben, diese seine Barmherzigkeit erzeigt, daß er sie von der Sünde erlöste, und er verschafft dieses unbeschreibliche Heil denen, die allezeit auf ihn hoffen und bauen und ohne Unterlaß ihn suchen.

1: Röm. 7, 18.
2: Vgl. Ps. 54, 7 [hebr. Ps. 55, 7].
3: Joh. 1, 29.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger