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Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien
1. Homilie.

5.

Da sie auch Salz waren, würzten und salzten sie jede gläubige Seele mit dem Salze des Heiligen Geistes. Denn es sprach zu ihnen der Herr: „Ihr seid das Salz der Erde“1, wobei er die Seelen der Menschen als Erde bezeichnete. Ja, in die Seelen der Menschen brachten sie das himmlische Salz des Geistes, würzten sie und bewahrten sie vor Fäulnis und Schaden und vor vielem [S. 5] Übelgeruch. Fleisch, das kein Salz hat, fault und verbreitet großen Gestank, so daß alle ob des so üblen Geruches sich abwenden. Würmer kriechen in das faule Fleisch, leben, zehren und verbergen sich darin. Kommt aber das Salz, dann werden die Würmer, die darin fressen, getilgt und getötet und der üble Geruch hört auf. Denn es liegt in der Natur des Salzes, die Würmer zu vertilgen und den Gestank zu vertreiben. Ebenso ist auch jede Seele, die nicht gesalzen ist mit dem Heiligen Geiste, die nicht teilhaft ist des himmlischen Salzes, d. i. der Kraft Gottes, in Fäulnis übergegangen, sie ist vom großen Gestanke schlechter Gedanken erfüllt, so daß Gottes Angesicht sich abwendet von dem schrecklichen Übelgeruch der eitlen Gedanken der Finsternis und der Begierden, die in einer solchen Seele wohnen. Und die bösen, furchtbaren Würmer, d. h. die Geister der Bosheit und die Mächte der Finsternis, kriechen in ihr umher, leben in ihr, verstecken sich, schleichen umher, verzehren und richten sie zugrunde. „Denn es riechen“, heißt es, „und faulen meine Beulen“2. Wenn sie aber ihre Zuflucht zu Gott nimmt, glaubt und ihn um das Salz des Lebens, den guten, menschenfreundlichen Geist, bittet, dann kommt das himmlische Salz, tilgt die schrecklichen Würmer, verscheucht den greulichen Gestank und reinigt sie durch seine wirksame Kraft. Und so wird sie von dem wahren Salze gesund und unversehrt gemacht und dem himmlischen Herrscher wieder zum Gebrauch und Dienst zurückgegeben. Deshalb hat ja auch Gott vorbildlich im Gesetze befohlen, jedes Opfer mit Salz zu würzen3.

1: Matth. 5, 13.
2: Vgl. Ps. 37, 6 [hebr. Ps. 38, 6].
3: Lev. 2, 13; Mark. 9, 48.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger