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Apostolische Väter - Der Hirte des Hermas
III. Gleichnisse

Viertes Gleichnis.

Viertes Gleichnis. Wie man im Sommer die grünen Bäume von den dürren unterscheidet, so werden in der künftigen Welt Gerechte und Sünder verschieden sein.

1. Wiederum zeigte er mir viele Bäume, teils grünende, teils dürre, und sagte mir: „Siehst du diese Bäume?“ „Ja, Herr, ich sehe grünende und dürre,“ 2. „Die grünenden Bäume hier“, sprach er, „das sind die Gerechten, die in der zukünftigen Welt wohnen werden; denn die zukünftige Welt ist Sommer für die Gerechten, aber Winter für die Bösen. Wenn nämlich die Barmherzigkeit des Herrn aufleuchtet, dann werden die Diener Gottes offenbar werden, und zwar alle. 3. Wie man nämlich im Sommer an jedem einzelnen Baum die Früchte sieht und ihre Beschaffenheit erkennt, so werden auch die Früchte der Gerechten offenbar werden, [S. 233] und bei allen wird man in jener Welt sehen, wie schön gewachsen sie sind. 4. Die Heiden und die Sünder aber wird man in jener Welt so finden, wie du die dürren Bäume gesehen hast, nämlich dürr und ohne Frucht, und man wird sie verbrennen wie Holz, da man erkannte, dass ihre Werke schlecht waren während ihres Lebens. Denn die Bösen werden ins Feuer geworfen werden, weil sie sündigten und keine Buße taten; die Heiden aber werden ins Feuer wandern, weil sie ihren Schöpfer nicht erkannt haben. 5. Bringe daher Frucht, dass sie in jenem Sommer offenbar werde; von den vielen Geschäften halte dich fern, und du wirst nicht sündigen. Denn wer sich mit vielem abgibt, sündigt auch viel, da er ganz aufgeht in seinen Geschäften und seinem Herrn nicht dient. 6. Wie kann denn ein solcher vom Herrn etwas erflehen und erlangen, wenn er dem Herrn nicht dient? Wer dem Herrn dient, dessen Wünsche werden erfüllt, wer ihm aber nicht dient, der bekommt auch nichts. 7. Wer aber nur ein Geschäft betreibt, der kann auch dem Herrn dienen; denn sein Herz wird nicht verdorben und abgelenkt von dem Herrn, er wird ihm vielmehr dienen mit lauterem Herzen. 8. Wenn du dieses tust, kannst du Früchte tragen in der zukünftigen Welt; ebenso alle, die dies halten.“

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger