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Hieronymus († 420) - Briefe
III.b. Polemisch-apologetische Briefe: Aufforderung zum Kampf gegen eine Irrlehre
139. An Apronius

Text

Ich weiß nicht, welche teuflischen Umtriebe die Schuld daran tragen, daß sowohl Deine Bemühungen, als auch der Eifer des heiligen Priesters Innocentius sowie mein sehnliches Verlangen vorläufig ohne jeden Erfolg zu bleiben scheinen. Gott sei Dank habe ich erfahren, daß Du allen Nachstellungen Satans zum Trotz unversehrt und voll des Eifers im Glauben geblieben bist. Mir ist es eine Freude, zu hören, daß meine Söhne in Christus kämpfen. Möge in uns der, dem wir vertrauen und für dessen Glauben wir gern unser Blut hingeben, diesen Eifer stärken! Mir war es sehr hart, daß dieses vornehme Haus von Grund auf zerstört wurde. Was daran schuld ist, konnte ich nicht ausfindig machen. Auch der Überbringer des Briefes wollte nichts Näheres wissen. Deshalb bleibt uns nur der Schmerz über unsere gemeinsamen Freunde. Wir müssen für sie um die Gnade Christi beten, der ja allein der mächtige Herr ist. Freilich mögen wir zum Teil Gottes Mißfallen verdienen, [S. 133] da wir die Feinde des Herrn begünstigen. 1 Für Dich wäre es das beste, alles im Stich zu lassen und nach dem Orient, vor allem nach den heiligen Stätten zu kommen. Hier ist alles ruhig. Ist auch das Gift noch nicht aus ihrem Herzen ausgeschieden, so wagen sie doch nicht, ihren gottlosen Mund aufzutun. Sie gleichen tauben Schlangen, die ihre Ohren verstopfen. 2 Ich grüße die heiligen Brüder. Unser Haus ist freilich seinem irdischen Werte nach durch die Verfolgungen der Irrlehrer völlig vernichtet, dafür aber durch Christi Barmherzigkeit reich an geistigen Schätzen. Zuletzt ist es ja besser, nur Brot zu essen, als den Glauben zu verlieren.

1: Hieronymus denkt wohl an die Synode zu Jerusalem (30. VII. 415), welche Pelagius unter dem Vorsitze des Johannes von Jerusalem freisprach. Auch an Papst Zosimus könnte gedacht sein (vgl. S. 130 Anm. 2).
2: Ps. 57, 5.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger