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Cyrillus von Alexandrien († 444) - Über die Menschwerdung des Eingeborenen (De incarnarione unigeniti)

22.

A. Von allen Seiten also hingetrieben zur Wahrheit, eifrigst bestrebt, den heiligen Schriften nachzuspüren, und den Ansichten der Väter folgend glauben wir, daß der aus der Wurzel Jesse, der aus dem Samen Davids, der aus der Jungfrau dem Fleische nach Geborne, der mit uns unter dem Gesetze war als Mensch und über uns über dem Gesetze als Gott, der für uns und mit uns unter den Todten war, der über uns durch sich Lebensspender und Leben ist, in Wahrheit der Sohn Gottes sei, indem wir [S. 528] weder das Menschliche der Gottheit berauben, noch auch das Wort nach der unaussprechlichen Verbindung der Menschlichkeit entkleiden, sondern einen und den selben Sohn bekennen, der aus zwei Sachen in eine aus beiden bestehende aus unaussprechliche Weise hervorging, durch die höchste Einigung, versteht sich, und nicht durch eine Umwandlung der Natur. Denn welch großer Gewinn den also Glaubenden übrig bleiben wird, erklärt der Jünger Christi, indem er sagt: 1 „Wer da bekennt, daß Jesus der Sohn Gottes ist, — Gott bleibt in ihm und er in Gott.“ Daß aber Jesus Christus, der dem Fleische nach aus David ist, der Natur nach und wahrhaft Sohn Gottes ist, sofern „das Wort Fleisch geworden ist und unter uns gewohnt hat,“ 2 bestätigt der weise Johannes, da er sagt: 3 „Und wir wissen, daß der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verstand gegeben hat, den wahren Gott zu erkennen, und wir sind in dem wahren in seinem Sohne Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und ewiges Leben,“ und durch ihn und mit ihm sei Gott dem Vater zugleich mit dem heiligen Geiste Ehre in alle Ewigkeit. Amen. [S. 529]

1: I. Joh. 4, 15.
2: Joh. 1, 14.
3: I. Joh. 5, 20.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger